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15./16. August 2006

Am Dienstag, 15. August 2006 war es soweit: Um 15.40 h trafen
sich auf dem Bahnhof Henggart 7 Mami’s, 12 Kinder und
ein Hund zum „Schlafen im Stroh“ in Marthalen.
Nachdem reichlich Gepäck bei unserer „Spediteurin“ im Auto
verstaut war, gings ab auf den Zug. In Marthalen sprinteten alle
auf das Postauto, welches unseren anschliessenden
Fussmarsch etwas verkürzte.
Bei strahlendem Sonnenschein (und das im August 2006!),
ging’s gemütlich durch Dorf und Feld. An unserem Ziel
angelangt, musste zuerst der Durst gelöscht werden.
Die Kinder hatten kaum Zeit, eine wilde Strohschlacht in unserem
Nachtlager, das Begrüssen und Füttern der Häsli, Geissen und Esel, nahm alle in Beschlag.

In der Zwischenzeit bereiteten die Mütter das Nachtessen vor.
Leider war vor lauter gegenseitigen Mitteilungen die Glut bei
unserer Feuerstelle ziemlich mickrig, unser Gastgeber half uns
aber mit Brennholz gerne aus der Patsche.

Nach dem doch noch gelungenen Brätli-Znacht erkundeten die
einen das Sonnenblumenfeld, spielten im Sandkasten,
Tischtennis etc., die Zeit verging im Flug und um 22.00 h war
langsam Zähneputzen angesagt. Irgendwann waren alle
tatsächlich in ihren Schlafsäcken verstaut.
Abwechslungsweise wurden die Mütter über Stroh im Schlafsack
und andere Sorgen informiert. Gegen 23.00 h hatten wir es
geschafft, Ruhe herrschte in der Scheune. Ein letzter
Schlummertrunk und auch wir begaben uns ins „Bett“.

Die Nacht wurde ziemlich kurz, endlich eingeschlafen prasste
Regen auf die Oberlichter und um 05.30 h hielten die Esel
Tagwach und wir wurden mit IIIiii-aaaaah geweckt.
Das Frühstück im Freien, einmal nicht von uns zubereitet,
entschädigte uns für die kurze Nacht und weckte unsere
Lebensgeister definitiv. Nachdem fast alles Stroh aus
Schlafsäcken und Gepäck gezupft war, hiess es wieder
losmarschieren. Zum Glück regnete es nur noch kurz. Auf der
Heimfahrt mit Postauto und Zug schmunzelten wir nochmals
über unsere ungewöhnliche Uebernachtung und freuten uns
alle auf das eigene Bett!

EVH – Marisa Kägi