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30. Juni / 1. Juli 2007
Laute und leise Töne zwischen Wildschwein und Fasan

Auch dieses Jahr führte der Elternverein ein Vater Kind (VaKi)
Wochenende durch.
13 Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren mit sieben Vätern
verbrachten zwei sonnige Tage im Toggenburg. Wer hätte
gedacht, dass sie dort Fasanen und Wildschweinen begegnen würden?

Das Ziel am Samstag Mittag hiess Wildhaus, von wo es
eigentlich mit der Sesselbahn ins Bergrestaurant Oberdorf
hätte gehen sollen, wäre da nicht die Mittagspause des
Bahnbetreibers gewesen. Kinder aus Henggart lässt so eine
Panne kalt; ohne zu zögern und voller Tatendrang wanderten
sie den Berg hinauf. Sie konnten von den Vätern kaum gebändigt werden.

Oben angekommen, nahmen sie unverzüglich den Spielplatz
in Beschlag. Die beiden Trampoline und der unterirdische
Tunnel stiessen auf helle Begeisterung. Während gehüpft,
getanzt und geschaukelt wurde, schlichen sich
Ausserirdische durch den Tunnel. Diese sollten auch noch
am späten Abend als Gespenster für Unruhe sorgen.

Nur mit Mühe gelangt es den Vätern, die Kinder für einen
Spaziergang in den nahe gelegenen Wald zu gewinnen.
Dort begegneten der Gruppe allerlei wilde Tiere. Sie waren
für die Weltmeisterschaften im Bogenschiessen hergerichtet
worden. Nur aus nächster Nähe war die Zielscheibe zu
erkennen. Manche Ziele waren so wirklichkeitsnah geformt,
dass sie auf den ersten Blick wie wilde Tiere aussahen.
Neben Wildschwein und Fasan waren auch Fuchs, Reh,
Berggeiss, Hirsch und Hase zu bestaunen. Da die
Meisterschaften erst am Montag begannen, war weit und breit
kein Bogenschütze zu sehen. Da war auch gut so, denn oft tummelten sich viele Kinder im Wald um die Tiere aus
Gummi zu suchen.

Am Abend trat Wirt Rolf Bleisch in Aktion und schuftete solo in
der Küche. Im Nu waren die Menüs für Kinder und Väter
servierbereit. Nach der obligaten Rakete als Dessert, zogen
sich die Kinder erstaunlich rasch in ihre Zimmer zurück.
Manch ein Vater freute sich und klopfte sich ob der guten
Erziehung auf die Schulter; sie sollten sich zu früh gefreut
haben.

Während die einen sich bald ins Pyjama stürzten, lieferten
sich die anderen heftige Kissenschlachten. Trotz intensiver
Bemühungen der Väter dauerte es dann aber eine ganze
Weile, bis Ruhe einkehrte. Immer wieder machten
Gespenstergeschichten die Runde, was einigen Kindern das
Einschlafen fast verunmöglichte. Auch Besuche in den
anderen Zimmern, sei es die Grossen bei den Kleinen oder
umgekehrt standen auf dem Programm, was selbst in der
Gaststube nicht zu überhören war.

Trotz der späten Nachtruhe standen die Kinder am Sonntag
morgen mühelos auf und stärkten sich beim Frühstück.
Nach dem Zähneputzen machte sich die Schar bereit
weiterzuziehen. Nachdem das Gepäck bei der Bergstation
abgegeben worden war, stand das Gruppenfoto an.
Als fröhliche Schar präsentierten sich die Kinder der Grösse
nach. Vor lauter Aufregung gingen die Väter prompt
vergessen.

Nach einem kurzen aber heftigen Anstieg begann der
Klangweg. Er besteht aus 22 verschiedenen Klangskulpturen
entlang eines Panorama-Wanderweges zwischen Alp
Selamatt und Oberdorf. Dazwischen liegt der Iltios, von wo
eine Standseilbahn nach Unterwasser führt. Je nach Skulptur
wurden in einer Schale oder auf einem Zaun Klänge erzeugt.
Selbst ein Stein konnte singen. Auch durfte die klassische
Trompete, in Form eines Treibjagdhorns, nicht fehlen. Den
Kindern und den Erwachsenen bereiteten die unterschiedlichen Skulpturen viel Freude und boten eine
ideale Abwechslung zum Wandern.

Da die kurze Nacht sichtlich Spuren hinterlassen hatte,
entfiel der Abstecher hinunter zu den Schwendiseen.
Auf dem Endspurt wurde noch mit Kuhglocken geläutet
und die Klangmühle gedreht. Beim Iltios angekommen, liess
es sich die Gruppe nicht nehmen, die mitgebrachten Würste
zu grillieren. Was wäre ein VaKi Wochenende ohne den vertrauten Duft von gebratenen Würsten? Mit Standseilbahn
und Postauto kehrte die fröhliche Schar schliesslich zum
Ausgangspunkt in Wildhaus zurück, von wo sie müde aber
zufrieden die Heimreise antrat.

Informationen zum Klangweg sind unter www.klangwelt.ch erhältlich. Näheres zum Bergrestaurant Oberdorf ist unter www.wildhausbahnen.ch zu erfahren.