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9. Mai 2009

Am Samstag Nachmittag, 9. Mai, trafen sich ein paar Henggarter Tellensöhne beim Armbrustschützenverein Winterthur-Veltheim. Zwei Schützen – Peter Sigg und Rolf Müller – begrüssten die „Jungschützen“ mit Begleitern und stellten die Armbrust als Sportgerät vor. Die Armbrust, so erklärte Peter Sigg, ist die genaueste Sportwaffe. Ein und derselbe Pfeil wird immer wieder aufs Neue verwendet und sorgt so für die immer gleichen Bedingungen. Gezielt wird nicht über Kimme und Korn sondern über Irisblende und Lochvisier. Als Irisblende wird das nahe am Auge gelegene „Loch“ bezeichnet, weil die Öffnung stufenlos vergrössert oder verkleinert werden kann um sich so den Lichtverhältnissen anzupassen. Vor dem Ringkorn befindet sich die Wasserwaage. Weil der Pfeil eine gebogene Flugbahn aufweist, ist es absolut notwendig die Waffe immer genau gleich waagrecht zu halten um den Pfeil auch ins Zentrum der Zielscheibe zu schiessen. Besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit ist der Abzugsvorrichtung zu widmen, beträgt doch das Abzugsgewicht lediglich ca. 80g.

Und jetzt ging’s los. Der Schütze sitzt zwar und die Waffe wird aufgelegt. Das ganze erwies sich für unseren Nachwuchs aber als recht wackelige Angelegenheit. Mit der nötigen Geduld konnte der Pfeil aber immer wieder ins „Schwarze“ geschossen werden so dass alle Schützen einen respektablen Erfolg verzeichnen konnten. Einer nach dem anderen versuchte sein Glück und Geschick, und musste feststellen, dass alles nicht so einfach ist, wie der erste Eindruck vermitteln lässt. Nach dem Schiessen konnte man sich nochmals bei Kuchen und Getränk über die Resultate unterhalten und merkte, dass unser Wilhelm Tell ein nervenstarker Zeitgenosse und sein Walterli ein äussert mutiger Knabe waren.

Wir bedanken uns bei den Armbrustschützen Winterhur-Veltheim und insbesondere bei Peter Sigg nochmals für das Schiessen und die Betreuung und wünschen dem Verein für die Zukunft noch manchen Tellensohn.