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6. Juni 2009

Auch dieses Jahr wurde wieder zum Vaki-Weekend vom Elternverein Henggart eingeladen. Diesmal stand die Kultur im Vordergrund. So trafen sich am 6. Juni um 08.00 Uhr 13 Kinder und 6 Väter um gemeinsam mit Sack und Pack im PW nach Bern aufzubrechen. In Bern angekommen wollten erst die hungrigen Magen gesättigt werden, bevor wir uns ins Paul Klee Museum zu einem Maler-Workshop begaben. Natürlich war zwischendurch noch rasch ein blutiger Ellenbogen zu verarzten, der aber beim Malen rasch vergessen war. Frau Lang vom Paul Klee Museum führte uns nach einer kurzen Begrüssung in den Arbeitsraum und führte uns in die Welt von Paul Klee ein. Die Kinder und Väter begannen sofort mit viel Eifer, aus den bereitgelegten Papierbogen eine geometrische Figur nach freier Wahl auszuschneiden. Diese „Loch-Vorlagen“ dienten anschliessend als Schablonen zum Bemalen, genauer gesagt Berollen, unseres Kunstwerkes. Mit unterschiedlichen Farben und Schablonen stellte jeder sein eigenes „Paul Klee Gemälde“ zusammen, das immer wieder mit dem Föhn getrocknet werden musste.
So zahlreich die Kinder- und Väterschar, so zahlreich waren auch die unterschiedlichsten Gemälde die erschaffen wurden. Der Fantasie wurde freien Lauf gelassen.

Ein Kurzer Rundgang im Museum zeigte uns die vielfältigen Motive und Techniken vom Künstler Klee, der lange Zeit in Nordafrika zugebracht hat. Die letzten Werke lehnten sich an die Schriftzeichen der alten Ägypter. Klee verstand es, im Stile der Ägypter seine eigenen Zeichen zu formen und seinen Namen immer wieder versteckt auf den Gemälden zu verewigen. Nach dieser geballten Ladung Wissen tat allen eine kurze Pause gut.
Doch das nächste Highlight folgte, kaum dass wir uns wieder im Arbeitsraum versammelten: ein Fototermin als Gegenleistung für den Kostenlosen Workshop stand an. Mit Zeitungen „bewaffnet“ wurde in den verschiedensten Stellungen geknipst was der Fotoapparat hergab. Die Kinder auf dem Tisch, die Väter dahinter, Zeitung vor und über dem Gesicht usw.

Im zweiten Teil versuchten wir, nach Klee, ägyptisch zu malen. Auf Jute wurden in Schwarz unsere eigenen Schriftzeichen gepinselt. Diese wurden mit Farbe umrandet und so im Ausdruck betont. Die restliche freie Fläche musste mit anderer Farbe ausgefüllt werden, was sich bei dem rauen Untergrund gar nicht so einfach gestaltete.
An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön ans Paul Klee Museum und insbesondere an Frau Lang für den interessanten und kurzweiligen Nachmittag.

Nach so viel Arbeit ging’s weiter nach Murten. Abendessen in der Pizzeria – das ging absolut problemlos auch (oder wegen) der fehlenden Mütter – und ab ins Schlaflager im Stroh. Klar musste vor der Nachtruhe und dem Bettmümpfeli der Pool noch kurz ausprobiert werden, den kalten Temperaturen zum Trotz. Wir Väter wären ja auch gerne mal rein gesprungen, mussten aber von aussen den Überblick behalten.

Der nächste Morgen kommt bestimmt – und so war’s auch bei uns. Nach mehr oder weniger Schlaf wartete das ausgiebige Morgenbuffet auf uns. Natürlich waren vorgängig wieder einige Verwegene zum Sprung in den Pool anzutreffen. Nach dem Morgenessen folgte das Packen und schon ging’s nach Murten zur Schatzsuche. Mit einem Fragebogen und Stadtplan durchstöberten wir das malerische Städtchen und konnten mit jeder beantworteten Frage einen Buchstaben zum Lösungswort dazufügen. Diese Aufgabe wurde von unseren Kindern mit Eifer in rekordverdächtigem Tempo gelöst.

Auf dem Heimweg holten wir den Event nach, den wir eigentlich als Aufhänger für’s Vaki-Weekend vorbereitet und wegen schlechtem Wetter abgesagt hatten – das Schienenvelo fahren. Also auf nach Laupen und das Schienenvelo auf die Schiene gestellt. Rasch waren die Gruppen eingeteilt. Und ebenso rasch wie kräftig wurde in die Pedalen getreten. Nach zwei Strassen-Übergängen folgte dann die lange Gerade. Manch Eidechslein musste von den rasanten Gefährten zwischen die Steine flüchten, bis wir – der Steigung sei dank – langsamer wurden und mit letzter Kraft den Endpunkt des Ausfluges erreichten.
Nach einer kurzen Pause kam die Ab- und Rückfahrt zum Ausgangspunkt – und die Fortsetzung der Heimfahrt. Noch ein kurzes Picknick am Waldrand mit Wurst Brot und dann war’s unwiederbringlich soweit: das Vaki-Weekend 2009 war schön – wie wird wohl das Vaki-Weekend 2010?